"Auf ein Wort": Gesellschaft und Kirche in der digitalen Welt.

Nachricht 13. Oktober 2021
Foto: Jens Schulze

Zwei Themenabende der Reihe „Auf ein Wort“ befassen sich mit dem Verhältnis von Kirche und digitaler Welt. Das Video-Live-Meeting wird veranstaltet durch die Hanns-Lilje-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Freundeskreis der Hanns-Lilje-Stiftung.

Montag, 8. November 2021, 19.00-19.45 Uhr „Religiöse Erfahrungen im Digitalen – unendlich Amen?“

Wie wichtig körperliche Erfahrungen und menschliche Nähe sind, ist vielen Menschen während der Corona-Pandemie schmerzlich bewusst geworden. Gleichzeitig haben digitale Gottesdienste und religiöse Angebote in Social Media-Kanälen seit Beginn der Corona-Pandemie einen enormen Popularitätsschub erfahren.
Was ergreift die Menschen, wenn sie religiösen Angeboten im Internet folgen? Kommt Kirche ohne körperliche Nähe aus? Wo liegen Chancen und Grenzen von Religion im digitalen Raum? Diesen Fragen widmen sich die Pastorin Ina Jäckel aus Leer und die Hamburger Schriftstellerin Susanne Niemeyer. Das Gespräch moderiert Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung. 

Ina Jäckel berichtet seit Sommer 2020 via Instagram über ihre Arbeit in der Kirchengemeinde und ihr Familienleben im Pfarrhaus. Sie lässt bei einer Tasse Tee Glücksmomente aufleben und blendet selbst schwere Erfahrungen nicht aus. Immer wieder streut sie auch Gebete und geistliche Impulse ein. Auf Instagram folgen ihr als @dingens.von.kirchen bereits knapp 2.000 Follower*innen.

Susanne Niemeyer hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und schreibt als freie Autorin unter anderem für die edition Chrismon, den Herder Verlag, den Deutschlandfunk und den NDR. Bis 2011 war sie zehn Jahre Redakteurin bei Andere Zeiten. Susanne Niemeyer bloggt regelmäßig auf www.freudenwort.de und gestaltet die Wohnzimmerkirche in Hamburg-Altona mit, in der sich eine geistliche Gemeinschaft während der Lockdowns durch Social Media erweitert und geradezu neu konstituiert hat.

Um an dem Gespräch teilnehmen zu können, melden Sie sich bitte bis Montag, den 8. November 2021, 12.00 Uhr per Mail an info@lilje-stiftung.de an. Nach Abschluss der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung mit allen notwendigen Einwahldaten für unsere Gesprächsrunde „Auf ein Wort“ via Zoom. Sie können an diesem Live-Meeting auch via Telefon teilnehmen.

 

Donnerstag, 18. November 2021, 19.00-19.45 Uhr „Sinnsuche im digitalen Raum: Und wo bleibt die Kirche?“

Verrohung, Ausgrenzung und Hass nehmen in der analogen und digitalen Welt zu, Fake News verbreiten sich in kürzester Zeit in der ganzen Welt. Gleichzeitig entstehen neue virtuelle Gemeinschaften, Menschen teilen zunehmend auch religiöse Erfahrungen über Instagram oder TikTok und finden Halt bei Menschen, die sie nie im realen Leben getroffen haben. Fließende, neu wachsende Strukturen lösen bisherige Verbindlichkeiten in gesellschaftlichen wie auch in kirchlichen Zusammenhängen ab.
Welchen Einfluss haben dabei die Digitalkonzerne, welchen haben die User*innen? Kann hier verfasste Kirche überhaupt eine relevante Rolle spielen? Und was bedeutet es, wenn sich virtuelle religiöse Gemeinschaften von der bestehenden analogen kirchlichen Gemeinschaft loslösen? Darüber diskutieren der Theologe und Sozialethiker Dr. Ralph Charbonnier und der Chefredakteur des Magazins für Computertechnik c’t Dr. Jürgen Rink. Es moderiert der Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung Christoph Dahling-Sander.

Dr. Ralph Charbonnier ist seit 2020 Theologischer Vizepräsident im Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zuvor war er bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zuständig für Fragen der Sozialethik und hat u.a. das Buch „Digitale Kirche“ (2021) mitverantwortet. Er schloss sein Maschinenbaustudium als Diplom-Ingenieur ab, studierte danach Evangelische Theologie und Philosophie und promovierte über "Technik und Theologie".

Dr. Jürgen Rink arbeitet seit 2017 als Chefredakteur von Europas größtem IT- und Tech-Magazin c’t. Nach Physikstudium und Promotion 1992 forschte er in Oxford, London und Marseille, bevor er 1996 das journalistische Handwerkszeug erlernte. Er gründete die Zeitschriften c't Fotografie und Make sowie digitaljournalistische Produkte.

Um an dem Gespräch teilnehmen zu können, melden Sie sich bitte bis Donnerstag, den 18. November 2021, 12.00 Uhr per Mail an info@lilje-stiftung.de an. Nach Abschluss der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung mit allen notwendigen Einwahldaten für unsere Gesprächsrunde „Auf ein Wort“ via Zoom. Sie können an diesem Live-Meeting auch via Telefon teilnehmen.