„Happy Birthday Death“: Mit Musik Abschied neu gestalten

Nachricht 07. September 2026

Quartett PLUS 1 lädt zu Ritual-Workshop in die St. Martini Gemeinde Brelingen ein

Happy Birthday Death_Quartett PLUS 1

Geburtstag und Tod in einem Satz? Freude und Verlust gemeinsam feiern? Genau dieses Spannungsfeld steht im Mittelpunkt von „Happy Birthday Death“, einem dreitägigen Workshop vom 20. bis 22. November 2026 in der St. Martini-Gemeinde Brelingen. Das Künstlerinnenkollektiv Quartett PLUS 1 verbindet dabei Musik, Performance und Rituale und lädt Musikinteressierte und Kulturbegeisterte ein, neue Formen des Erinnerns und Abschiednehmens zu entwickeln.

„Trauer ist nicht schwarz oder weiß. Sie hat viele Farben und Facetten. Wir wollen mit Musik, Humor und gemeinschaftlichem Tun neue Räume für Abschied und Erinnerung öffnen“, sagen die Künstlerinnen vom Quartett PLUS 1. Zum Auftakt zeigen Katharina Pfänder, Kathrina Hülsmann und Verena Ries Ausschnitte aus eigenen Musik-Performances und kommen mit den Teilnehmenden über Rituale, Symbole und ihre Wirkung ins Gespräch. Anschließend entstehen in verschiedenen Arbeitsgruppen eigene Mini-Rituale. Im Mittelpunkt stehen dabei Klang und Raum, Körper und Bewegung, Nähe und Distanz, Licht, Ausstattung und die Beteiligung des Publikums.

Der Workshop im November richtet sich nicht nur an Musizierende: Entscheidend sind die Freude am gemeinsamen Tun und die Bereitschaft, Gewohntes zu hinterfragen und Neues auszuprobieren. Den öffentlichen Abschluss bildet die Andachtsfeier "ResonanzRaum – Zeit für eine musikalisch-performative Atempause".

Ein erstes Kennenlernen mit Quartett PLUS 1 ist bereits am 19. September 2026 von 10 bis 13 Uhr möglich.

„Happy Birthday Death“ wurde ausgezeichnet mit dem RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung von VISION KIRCHENMUSIK und der Hanns-Lilje-Stiftung. 

Nähere Informationen zum Projekt

Termine

Veranstaltungsort:
St. Martini-Gemeinde Brelingen

Auftakt & Kennenlernen:
19. September 2026, 10–13 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Anmeldung bis 14. September 2026 unter https://www.formulare-e.de/f/happy-birthday-death 

Workshop:
20. November 2026, 16–19 Uhr
21. November 2026, 9.30–19 Uhr, anschließend gemeinsamer Abend
22. November 2026, 11–13 Uhr und 15.30–16.15 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Öffentliche Abschlussveranstaltung: 
22. November 2026, 17–18 Uhr

ResonanzRaum – Zeit für eine musikalisch-performative Atempause

Mitwirkende: Workshop-Teilnehmende, Chor St. Martini (Leitung: Sabine Kleinau-Michaelis),
Jörg Eikemeier (Orgel), Quartett PLUS 1

Der Eintritt ist frei. 

Zum Quartett PLUS 1

Auf der Suche nach musikalisch-performativen Formaten haben Quartett PLUS 1 & Verena Ries
das Ritual als zeitlose und innovative Form des gemeinschaftlichen Tuns, als sinnliche und
sinnvolle Art des ästhetischen Reflektierens gefunden. Über Musik und Handlungen schaffen sie zusammen mit dem Publikum ganzheitliche Erlebnisse und feiern die Gemeinschaft, in der das Individuelle im Kollektiven aufgeht. Die Künstlerinnen arbeiten ortsspezifisch, ermöglichen neue Hörhaltungen und aktive Teilhabe. Zu ausgewählten Inhalten und Settings kreieren sie innovative, barrierearme, Zielgruppen und Generationen übergreifende Zugänge. Aus dieser Zusammenarbeit sind seit 2015 zahlreiche Projekte entstanden. Ihre künstlerische Ritualforschung wurde 2014 mit dem Junge Ohren Preis ausgezeichnet. 2019 und 2021 erhielten sie den Förderpreis Musikvermittlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen. 2020 folgten das Reload-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes, sowie 2021 das Take Care Stipendium des Fonds Darstellende Künste und 2025 der RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung von VISION KIRCHENMUSIK und der Hanns-Lilje-Stiftung.

Zum RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung

Der RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung ist ein gemeinsames Projekt von VISION KIRCHENMUSIK und der Hanns-Lilje-Stiftung und wurde erstmals 2024 ausgelobt. Er lädt Künstlerinnen und Künstler der freiberuflichen Kunst‑, Kultur- und Musikvermittlungsszene ein, sich kreativ mit Kirchenmusik auseinanderzusetzen und die musikalische Vielfalt gemeinsam mit Chören und Musikgruppen vor Ort in neuen Formaten erlebbar zu machen. An drei Orten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers werden auch 2026 innovative Musikvermittlungsprojekte mit Profis und Laien realisiert, die das regionale Kulturprogramm zeitgemäß weiterentwickeln und erweitern, neue Zielgruppen aktivieren und zugleich Vorbild sind für andere Kirchengemeinden.