Heimat, Beheimatet sein – das ist ein großes Thema, für manche gar Lebensthema. Und keineswegs nur für Menschen, die ihre angestammte Heimat verlassen haben. Zwölf Frauen können nun in einem Kunstprojekt der Wittinger Flüchtlingssozialarbeit, das von der Hanns-Lilje-Stiftung und der Ev.-luth. Landeskirche durch den Kulturkirchenfonds gefördert wird, kreativ mit dem Thema umgehen.
Nach mehrmaligen Treffen gibt es nun eine gemeinsame Ausstellung in der Kreisvolkshochschule in Wittingen. „Zwölf Einzelwerke sollen dabei zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt werden.“ Das künstlerische Konzept stammt von der Wittinger Künstlerin Natascha Engst-Wrede. Große Holzwürfel sollen malerisch oder mit Collage-Techniken gestaltet werden. „Keine Frau musste hierfür künstlerische Vorkenntnisse mitbringen“, berichtete die Malerin. Auch Materialien wurden den Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt.
„Es geht um die eigene (Lebens)Geschichte. Um unseren Alltag, unsere Hoffnung, unsere innere und unsere äußere Heimat“, so die inhaltliche Idee von Birgit Pilz. Die 65-jährige Sozialarbeiterin trug die Idee zu diesem Projekt schon eine Weile mit sich herum, bis sie Natascha Engst-Wrede ansprach. Und schnell war klar: „Wir machen das gemeinsam.“