Hanns-Lilje-Forum 2020

Protestantische Beiträge zu Fragen der Zeit

Dienstag, 28. April 2020, 18.00 Uhr

Welche Heilung ist zu erwarten? Lebensqualität und Spiritualität im Plural

Kreuzkirche Hannover 

Jeder Behandlung liegt ein Therapieziel zu Grunde, auf das die medizinischen Maßnahmen abgestimmt sein müssen. Doch wenn der Wunsch, wieder vollständig gesund zu werden, nicht mehr realistisch erfüllbar ist, müssen Vorstellungen von Leben und Lebensqualität als Ziele oft erst neu gefunden werden. Wie kann zwischen palliativen und kurativen Zielen über Heil und Heilung gesprochen werden? Wie legt man Grenzen der Medizin für sich fest? Welche Chance bietet spirituelle Begleitung?

Vortrag
Prof. Dr. Traugott Roser, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Anschließende Podiumsdiskussion mit
Prof. Dr. Hartmut Remmers, Universität Osnabrück / Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,
Prof. Dr. Corinna Trebst, Medizinische Hochschule Hannover,
und dem Vortragenden

 

Mittwoch, 27. Mai 2020, 18.00 Uhr

Wo bleiben die Angehörigen? Demenz und pflegende Angehörige

Neustädter Hof- und Stadtkirche

Familien, in denen eine Person mit Demenz lebt und gepflegt wird, sind durch zeitliche und persönliche Belastungen oft stark herausgefordert. Die Beziehung zur betroffenen Person wandelt sich. Häufig verändert sich das eigene soziale Umfeld bis hin zur Isolation. Wie können hier Personen mit Demenz in ihrer Welt ernst genommen und bestmöglich versorgt werden? Müssen sich dafür die Lebensentwürfe pflegender Angehöriger grundlegend verändern? Wie können die Pflegenden entlastet und auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen unerstützt werden?

Vortrag

Prof. Dr. Klaus Hager, Diakovere Henriettenstift, Hannover

Anschließende Podiumsdiskussion mit
Theresia Urbons, Alzheimer Gesellschaft Hannover,
und dem Vortragenden

 

Mittwoch, 10. Juni 2020, 18.00 Uhr

Solidarität oder Selbstsorge? Gesundwerden im gesellschaftlichen Wandel

Neustädter Hof- und Stadtkirche, Hannover

 Die zunehmende Stärkung der Patientenautonomie hat dazu geführt, dass nicht nur am Lebensende die Wünsche von Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt der Behandlungsentscheidungen stehen. Die Verantwortung für eine gute Versorgung wird damit zum Teil der Selbstsorge. Dies erleben die einen als Zugewinn an Selbstbestimmung, die anderen als Zumutung. Kann zwischen Solidarität und Selbstsorge eine gute Balance gefunden werden? Ist dies zu regulieren? Brauchen wir neue Rahmenbedingungen für eine solidarische Versorgung und zugleich für eine Förderung der eigenen – auch digitalen – Gesundheitskompetenz? 

Vortrag
Sozialministerin Dr. Carola Reimann

Anschließende Podiumsdiskussion mit
Dr. Julia Inthorn, Zentrum für Gesundheitsethik,
Dr. med. Martina Wenker, Ärztekammer Niedersachsen,
und der Vortragenden

Seit 1992 veranstaltet die Hanns-Lilje-Stiftung jährlich mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eine Vortragsreihe zu einem Jahresthema, in der ausgewiesene Fachleute zu Fragen grundsätzlicher Bedeutung referieren.