Hanns-Lilje-Stiftungspreis 2019 zum Thema „Die Zukunft von Politik und Gesellschaft“

Zwei Theologinnen nominiert

Wie lassen sich Vorurteile in der Wahrnehmung anderer Kulturen aufbrechen? Worin gründet sich ein demokratisches Selbstverständnis, das von rechtspopulistischen und nationalen Bewegungen in Frage gestellt wird? Welchen Beitrag bietet Theologie, um ideologische Konstruktionen für das gesellschaftliche Zusammenleben konstruktiv zu hinterfragen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich zwei Wissenschaftlerinnen, die jetzt für den „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ 2019 nominiert worden sind: die Theologin Prof. Dr. Claudia Jahnel und die Theologin Prof. Dr. Rebekka Klein. Beide lehren an der Ruhr-Universität Bochum.

Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis wird alle zwei Jahre zu wechselnden Themen vergeben. In diesem Jahr steht die Zukunft von Politik und Gesellschaft im Zentrum. Verliehen wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis in der Kategorie Wissenschaft für herausragende Promotionen und Habilitationen. „Wir wollen Forscher/innen auszeichnen, die mit ihren innovativen Beiträgen aktuelle Debatten zum Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft voranbringen und Kirche, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch bringen“, sagt der Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander. Eine Nominierung in der Kategorie Initiativpreis erfolgt nicht.

Der Preis wird am 9. Mai 2019 öffentlich in der hannoverschen Marktkirche im Rahmen der Veranstaltung "Kann Kirche Demokratie" verliehen.


Mit 20.000 Euro Preisgeld ist die Auszeichnung der höchst dotierte Preis, den kirchliche Stiftungen in Deutschland an Wissenschaftler/innen und Initiativen sowie Projekte verleihen. Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung wird seit 2010 alle zwei Jahre mit wechselnden Themenvorgaben ausgeschrieben. Für die Verleihung des Stiftungspreises gilt das besondere Interesse zukunftsorientierten Themen, Fragen und Lösungsansätzen. Aus den Bewerbungen muss ein mit Kirche und Theologie geführter Dialog deutlich werden.

Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis wird jeweils in zwei Kategorien ausgeschrieben:

1. Wissenschaftspreis (10.000 Euro) für herausragende wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten aller Fachbereiche (Promotion und Habilitation)

2. Initiativpreis (10.000 Euro) für erfolgreiche Initiativen und Projekte von herausragender Bedeutung
Der Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, sagt dazu: „Freiheit und Verantwortung sind Grundbegriffe christlicher Ethik und können zugleich die Grundlage für interdisziplinäre Arbeiten, Projekte und Inititativen sein, die Kirche und Theologie mit anderen Bereichen gesellschaftlichen Lebens zusammenbringen“.