Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation

Die Mitwirkenden der Veranstaltung am Donnerstag, 29. Oktober 2026

Shai Hoffmann

Jude mit israelischen Wurzeln, ist Geschäftsführer der Gesellschaft im Wandel gGmbH und realisiert markante politische Bildungsprojekte rund um das Thema Israel-Palästina, z. B. 2017 den Bus der Begegnungen. Nach dem 7. Oktober 2023 begann er gemeinsam mit Jouanna Hassoun das „Trialoge“-Projekt, bei dem sie deutschlandweit in Schulen mit Jugendlichen zum Krieg in Israel und Gaza sprechen. Zudem moderiert er den Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“ und schuf ein Tiny House für öffentliche Dialogräume zum Nahostkonflikt.

Jouanna Hassoun

wuchs in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon auf und floh als Kind nach Deutschland. Als Geschäftsführerin von Transaidency e. V., den sie 2015 mitbegründete, engagiert sie sich in humanitärer Hilfe und politischer Bildung. Sie initiierte zahlreiche Projekte zu Israel und Palästina, zur Erinnerungskultur an den Holocaust sowie zum jüdisch-muslimischen Dialog. Nach dem 7. Oktober 2023 startete sie mit Shai Hoffmann die „Trialoge“ mit Schülerinnen und Schülern, um Vorurteilen und Hass entgegenzuwirken.

Jouanna Hassoun ist Trägerin des Landesverdienstordens Berlin. Zusammen wurden Hassoun und Hoffmann seit 2023 mit diversen Preisen ausgezeichnet. Die Bundeszentrale für politische Bildung ernannte sie 2024 zur Botschafterin und zum Botschafter für Demokratie und Toleranz, 2025 erhielten sie den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf und 2025 den Erich-Maria-Remarque Sonderpreises der Stadt Osnabrück.

Landesbischof Ralf Meister

ist seit 2011 Landesbischof der hannoverschen Landeskirche, seit 2018 Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands und seit 2020 Abt des Klosters Loccum.

Während seines Studiums verbrachte er ein Jahr an der Hebräischen Universität in Jerusalem mit dem Schwerpunkt Judaistik und Biblische Archäologie. Seither pflegt er enge Kontakte in den Nahen Osten. So war er Mitinitiator zur Unterstützung von Schulen für jüdische und muslimische Kinder und Jugendliche. 

Meister tritt entschieden gegen Antisemitismus in Kirche und Gesellschaft ein. 2018 initiierte er die Reihe „Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation“, um eine kritische Auseinandersetzung mit Luthers judenfeindlichen Schriften und deren Folgen zu fördern.

Musikalische Begleitung: asambura ensemble

Das asambura ensemble versteht sich als „künstlerischer Aufruf“ zu kulturellen und interreligiösen Dialogen mit entsprechenden künstlerischen Partnerinnen und Partnern. Spielen wird eine Auswahl des Ensembles.

2021 erhielt das asambura ensemble den Hanns-Lilje-Stiftungspreis in der Kategorie Initiativpreis für die Komposition des Werkes "MISSA MELASUREJ".