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Wie sprechen wir über Israel und Palästina?

Diskussion mit Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann (vom bundesweiten „Trialoge“-Projekt) und Landesbischof Ralf Meister

Bild: Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander (Foto: Jens Schulze)

Liebe Freundinnen und Freunde der Hanns-Lilje-Stiftung, sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 besuchen Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann Schulklassen in Deutschland, auch inmitten der sich anschließenden Kriege in Gaza und im Nahen Osten. Sie reden mit Jugendlichen über die Auswirkungen in Deutschland, die massive gesellschaftliche Polarisierung und setzen sich als Deutsch-Palästinenserin und deutscher Jude mit israelischen Wurzeln auch selbst all den Projektionen aus - bis hin zu „Hamasunterstützerin!“ und „Völkermordunterstützer!“. Jugendliche sind dabei ein Spiegel der Gesellschaft. Wie können wir diese vergiftete gesellschaftliche Gemengelage aufbrechen? Kann da noch ein Raum für Gefühle und Respekt geschaffen werden? Was lässt hoffen? Und welche Rolle spielen bei alledem die Religionen?

Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann leben öffentlich den Austausch und die Begegnung, wie sie in Deutschland kaum noch stattfinden. Das Gespräch findet im Rahmen der Reihe „Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation“ statt und wird von Landesbischof Ralf Meister moderiert.

29. Oktober 2026, 18.00 Uhr, Calder-Saal des Sprengel Museums Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

Zu der Reihe „Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation“ im Vorfeld des Reformationstages lädt die Hanns-Lilje-Stiftung zusammen mit der Landeskirche Hannovers ein; initiiert wurde sie 2018 durch Landesbischof Meister. In diesem Jahr ist das Sprengel Museum Hannover Kooperationspartner.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion freuen wir uns auf die Begegnung mit Ihnen bei Getränken und Fingerfood.

Eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze erforderlich.

Herzliche Grüße
Christoph Dahling-Sander

Weitere Informationen lesen Sie auch auf unserer Website.

Die Gesprächspartnerin und Gesprächspartner

Bild: Shai Hoffmann (Foto: Achim Pohl)

Shai Hoffmann, Jude mit israelischen Wurzeln, ist Geschäftsführer der Gesellschaft im Wandel gGmbH und realisiert markante politische Bildungsprojekte rund um das Thema Israel-Palästina, z. B. 2017 den Bus der Begegnungen. Nach dem 7. Oktober 2023 begann er gemeinsam mit Jouanna Hassoun das „Trialoge“-Projekt, bei dem sie deutschlandweit in Schulen mit Jugendlichen zum Krieg in Israel und Gaza sprechen. Zudem moderiert er den Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“ und schuf ein Tiny House für öffentliche Dialogräume zum Nahostkonflikt.

Bild: Jouanna Hassoun (Foto: Achim Pohl)

Jouanna Hassoun wuchs in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon auf und floh als Kind nach Deutschland. Als Geschäftsführerin von Transaidency e. V., den sie 2015 mitbegründete, engagiert sie sich in humanitärer Hilfe und politischer Bildung. Sie initiierte zahlreiche Projekte zu Israel und Palästina, zur Erinnerungskultur an den Holocaust sowie zum jüdisch-muslimischen Dialog. Nach dem 7. Oktober 2023 startete sie mit Shai Hoffmann die „Trialoge“ mit Schülerinnen und Schülern, um Vorurteilen und Hass entgegenzuwirken.

Jouanna Hassoun ist Trägerin des Landesverdienstordens Berlin. Zusammen wurden Hassoun und Hoffmann seit 2023 mit diversen Preisen ausgezeichnet. Die Bundeszentrale für politische Bildung ernannte sie 2024 zur Botschafterin und zum Botschafter für Demokratie und Toleranz, 2025 erhielten sie den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf und 2025 den Erich-Maria-Remarque Sonderpreises der Stadt Osnabrück.

Bild: Landesbischof Ralf Meister (Foto: Jens Schulze)

Landesbischof Ralf Meister ist seit 2011 Landesbischof der hannoverschen Landeskirche und seit 2020 Abt des Klosters Loccum. Während seines Studiums verbrachte er ein Jahr an der Hebräischen Universität in Jerusalem mit dem Schwerpunkt Judaistik und Biblische Archäologie. Seither pflegt er enge Kontakte in den Nahen Osten. So war er Mitinitiator zur Unterstützung von Schulen für jüdische und muslimische Kinder und Jugendliche. 2018 initiierte er die Reihe „Was gesagt werden muss. Judentum und Reformation“, um eine kritische Auseinandersetzung mit Luthers judenfeindlichen Schriften und deren Folgen zu fördern.

Musikalische Gestaltung

Bild: asambura ensemble - Verein für musikalisch-interkulturellen Austausch e.V. (Foto: Ghazaleh Ghazanfari)

Das asambura ensemble versteht sich als „künstlerischer Aufruf“ zu kulturellen und interreligiösen Dialogen mit entsprechenden künstlerischen Partnerinnen und Partnern. Spielen wird eine Auswahl des Ensembles.

2021 erhielt das asambura ensemble den Hanns-Lilje-Stiftungspreis in der Kategorie Initiativpreis für die Komposition des Werkes "MISSA MELASUREJ".

Veranstaltungsort und -zeit

Bild: Sprengel Museum Hannover

Wo?
Calder-Saal des Sprengel Museums Hannover,
Kurt-Schwitters-Platz 1, 30169 Hannover

Wann?
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18.00-19.45 Uhr (Vortrag und Diskussion)

Das Museum ist barrierefrei zugänglich.

Eine persönliche Anmeldung ist erforderlich: info@lilje-stiftung.de. 

In Zusammenarbeit mit

Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Sprengel Museum Hannover

Haben Sie noch Fragen?

Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander
Geschäftsführer/Sekretär
Hanns-Lilje-Stiftung

Tel.: 0511 1241-165
E-Mail: dahling-sander@lilje-stiftung.de

Verantwortlich für den Inhalt

Hanns-Lilje-Stiftung
Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander
Knochenhauerstr. 33
30159 Hannover

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