Die Nominierten für den Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung 2015

Kategorie Wissenschaftspreis

(Foto: privat)







Dr. Katharina Bahlmann:
Das Phantasma vom ‚Ende der Kunst‘


(Dissertation, Mainz 2014, noch nicht veröffentlicht)

Die Dissertation im Fachbereich Philosophie und Philologie der Universität Mainz geht der Frage nach, inwiefern angesichts der Vielfalt dessen, was in der Kunstwelt als Kunst bezeichnet wird, ‚Kunst‘ begrifflich zu fassen ist. Oder ist Kunst, wenn alles als Kunst bezeichnet werden kann, an ihr Ende gelangt? In Auseinandersetzung mit der Kunstphilosophie Arthur C. Dantos prüft die Autorin den Gehalt dieser Aussage und arbeitet die im Ausgang dieser These eröffnete Sicht auf den Phänomenbereich Kunst heraus. Dabei bezieht sie sich zusätzlich auf Sören Kierkegaard. Von hier aus werden Kunstschaffen und Kunstentwicklung als ein stetes und sinneröffnendes ‚Wieder-holen‘ gedacht. Dies bedeutet, das Kunstwerk als einen Akt der Freiheit zu verstehen, der die Notwendigkeit unseres Selbst- und Weltbildes hinterfragt. Denn vorausgesetzt, dass wir uns in der Begegnung mit Kunst der Verantwortung stellen, unsere Empfänglichkeit auszuloten, so Bahlmann, kann uns ein Kunstwerk eine existentiell bedeutsame Erfahrung bereiten und damit den Weg zu unserer Freiheit weisen.

Dr. Katharina Bahlmann, geb. 1981, hat Philosophie und Kunstgeschichte studiert. Sie lebt in Mainz und ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mainz.

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