„Hanns Lilje: Ein frommer Weltbürger.“


Lesung mit anschließender Diskussion

17.11.2016, 18.00 Uhr im Historischen Museum

Hanns Lilje: Ein frommer Weltbürger

Die Übernahme der Regierung durch die Nationalsozialisten begrüßte der spätere Landesbischof Hanns Lilje zunächst, doch die kirchenpolitische Entwicklung ernüchterte ihn. Auf Seiten der kirchlichen Opposition gegen das deutsch-christliche Kirchenregiment engagierte sich Lilje schon bald. 1944 wurde er durch die Gestapo wegen seelsorgerlicher Kontakte zu beteiligten des Attentats vom 20 Juli verhaftet und verurteilt. 1947 wurde er Landesbischof der hannoverschen Landeskirche.

Ralph Ludwig zeichnet in seiner gerade erschienen Biografie das Leben Hanns Liljes nach. Dabei lässt er die Ambivalenz von Liljes Persönlichkeit nicht aus. Lilje, ein in der Wolle gefärbter Lutheraner, aber auch ein aufgeschlossener Mann der frühen Ökumene, war weltgewandt und fromm zugleich. Er war ein glänzender Redner und Schreiber, der hellsichtig die medialen Möglichen der Kirche nutzte, nach 1945 Beziehungen zur Wirtschaft und Politik aufbaute und zugleich den kirchlichen Raum neu gestaltete.

Dr. Ralph Ludwig, langjähriger Redakteur beim NDR und Schriftsteller stellt sich nach seiner Lesung der Diskussion mit Abt Horst Hirschler, Landesbischof i.R. und Vertrauter von Hanns Lilje.

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