Aschermittwoch der Künste

In der evangelischen Kirche gibt es seit 1998 Initiativen zum „Aschermittwoch der Künste.“ Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

Einladende sind das Landeskirchenamt, das Haus kirchlicher Dienste mit dem Arbeitsfeld „Kunst und Kultur“ und die Hanns-Lilje-Stiftung.

Kunstmuseum Wolfsburg. ©: Zooey Braun. Stuttgart
Kunstmuseum Wolfsburg. ©: Zooey Braun. Stuttgart

13. Aschermittwoch der Künste
„Existenz und Raum“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Am 23. Februar 2011 von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr findet der 13. „Aschermittwoch der Künste“ im Kunstmuseum Wolfsburg statt, zu dem die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung einladen. Der Kunstempfang findet mitten in der Ausstellung „Alberto Giacometti – Der Ursprung des Raumes“ statt und widmet sich dem Thema "Existenz und Raum". Der vorgezogene Termin ermöglicht, die Giacometti-Ausstellung einzubeziehen, die nur noch bis zum 6. März 2011 im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigt wird.

Der Schweizer Künstler Alberto Giacometti (1901-1966) gehört zu den bedeutendsten Bildhauerpersönlichkeiten der modernen Kunst im 20. Jahrhundert. Rund 90 Skulpturen und Bilder seines reifen Werks werden in Wolfsburg in einer eigens dafür entworfenen Raumarchitektur auf 2000 Quadratmetern präsentiert. In diesem besonderen Rahmen werden rund 120 geladene Gäste erwartet, Kulturvermittler, Künstlerinnen und Künstler sowie im kirchlichen Bereich engagierte Kunstinteressierte.

„Herausragende Kunst fordert die Frage nach der Wirklichkeit, nach dem, was uns als Menschen im Innersten ausmacht. Damit fordert sie uns als Kirche heraus“, erklärt Burkhard Guntau, der Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover. „Wir freuen uns wie in jedem Jahr auf spannende Dialoge und gegenseitige Begegnung“, sagt Guntau und dankt dem Kunstmuseum für die Gastfreundschaft.

Pastorin Dr. Julia Helmke, landeskirchliche Kulturbeauftragte, begründet Ort und Thema der diesjährigen Veranstaltung: „Die Frage nach Vergänglichkeit und Ewigkeit, nach Erstarrung und Dynamik im Werk Giacomettis interessiert uns als einladende Kirche zutiefst. Es berührt unsere Kirchenräume und evangelischen Glauben im Kern: Beides ist immer wieder neu zu gestalten und zu denken.“

Dr. Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, wird gemeinsam mit Ute Lefarth-Polland, Leiterin der Visuellen Bildung im Kunstmuseum Wolfsburg, und dem Wolfsburger Superintendenten Hans-Joachim Lenke, zum Verhältnis von menschlicher Existenz und Raum sprechen.

Der Aschermittwoch der Künste findet seit 1998 abwechselnd in sakralen Räumen, Kirchen und Kunstorten in Niedersachsen statt.

 

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