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Mühsal und Begeisterung

 

Arbeiten in theologischer Perspektive

Eine Tagung am 7. und 8. Dezember 2018 der Evangelischen Akademie Loccum im Jahr der Freiräume 2019

Ev. Akademie Loccum

Heißt Leben Arbeiten? Wieviel Mühsal steckt heute im Arbeiten und wieviel Begeisterung? Die heutige Arbeitswelt ist im steten Wandel begriffen: Arbeit 4.0, Entgrenzung und Flexibilisierung, globale Vernetzung, Prekarisierung der Erwerbsarbeit, Burnout-Gesellschaft - so lauten einige der aktuellen Schlagworte. Das klingt eher nach Mühsal als nach Begeisterung und hat in dieser Gewichtung gute Tradition.

Schon in den biblischen Texten gehört das Arbeiten von Anbeginn zum Menschsein hinzu, doch mit der Entfernung vom Paradies wächst auch die Mühsal. Ähnlich urteilt die antike Philosophie, die das kontemplative, mußevolle Leben als erstrebenswerter einschätzt als das tätige Leben der Vielen. Spätestens in der Moderne beginnt sich diese Hierarchisierung umzukehren: Die vita activa wird aufgewerte, und dazu tragen neue religiöse Gedanken entscheidend bei - wie z.B. die lutherische Idee einer vocatio externa als Berufung zum Dienst in der Welt.

Und heute? Wie sähe heute eine Theologie der Arbeit aus? Welche Themen muss sie behandeln? Welche Pointen sollte sie setzen? Ausgehend von Gegenwartsdiagnosen und biblischen Erkundungen wollen wir in dieser von der Hanns-Lilje-Stiftung geförderten Tagung Grundzüge einer solchen zeitgenössischen Theologie der Arbeit entwickeln. Der Kieler Philosoph Ralf Konersmann, der im Jahre 2015 eine kulturphilosophische Theorie der tätigen Unruhe vorgelegt hat, wird das theologische Gespräch zusätzlich anregen.

Eingeladen sind alle, die sich für die theologisch-konstruktive Arbeit an Gegenwartsfragen interessieren - egal ob mit oder ohne theologische Vorbildung.

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