Loccumer Gespräche

im Refektorium des Klosters Loccum.
Abstand vom Alltag - Raum zum Austausch - Impuls zur Orientierung

Loccumer Gespräche 2011 (Foto: Dethard Hilbig)
Loccumer Gespräche 2011 (Foto: Dethard Hilbig)

Die Loccumer Gespräche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers finden seit 2007 in Kooperation mit der Hanns-Lilje-Stiftung, der Evangelischen Akademie Loccum, dem Kloster Loccum und NDR Info statt.

Die Loccumer Gespräche am 18. Juni 2016 fallen leider aus.

Loccumer Gespräche 2016

Welche Bildung brauchen wir?

Loccumer Gespräche 2016 zu Ethik und Verantwortung in der Bildung

Loccumer Gespräche 2016

Was meinen wir, wenn wir von Bildung sprechen – welche Vorstellung von Gesellschaft haben wir dabei? Unsere Gesellschaft wird pluraler. Müssen wir, unter dem Eindruck von Inklusion und Integration und von divergierenden Werten und Normen, Bildung neu denken?

Was fehlt in unseren Bildungskonzepten, was ist verzichtbar, was droht auf der Strecke zu bleiben? Wir leben in einer „Wissensgesellschaft“ – sind Kompetenzen, digitale zum Beispiel, da wichtiger geworden als Inhalte? Wer bestimmt überhaupt, was wichtig ist – und wie finden diese Vorstellungen den Weg in die schulische Praxis? Umgekehrt: Wie viel Veränderung „von unten“ ist möglich?


Darüber diskutieren vor geladenen Gästen:

1. Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin
Professorin für International Vergleichende und Interkulturelle Bildungsforschung an derUniversität Hamburg

2. Prof. Dr. Christian M. Stracke
Associate Professor for Open Education and Innovation an der Open University of the Netherlands

3. Prof. Dr. Heiner Barz
Professor für Bildungsforschung, Heinrich Heine Universität Düsseldorf

Präsidentin Dr. Stephanie Springer wird den Impuls geben.

Ulrike Heckmann, NDR Info, wird moderieren.

Anmeldungen bitte bei info@lilje-stiftung.de

„Wir leben in bewegten Zeiten. Unterschiedliche, gutenteils miteinander verwobene treibende Kräfte – die Ökonomie, Kriege und Hunger, aber auch individuelle Neugierde oder die Lust auf Veränderung – sorgen für zunehmende Mobilität, und damit: für Verschiedenheit der Menschen, die in einer Stadt, einer Region, einem Staat zusammenleben. Zukunftsgerichtete Bildung muss den Einzelnen die selbstbestimmte Teilhabe an der „super-diversen“ Gesellschaft ermöglichen und sie zugleich dazu instand setzen, Beiträge zum Zusammenhalt in der Verschiedenheit zu leisten.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin ist Professorin für International Vergleichende und Interkulturelle Bildungsforschung an der Universität Hamburg. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist Migrationsforschung mit Fokus auf Folgen der sprachlichen und kulturellen Heterogenität für Entwicklung, Erziehung und Bildung. (Foto: scholzfoto).

„Bildung ist ein spezifisch deutsches Konzept, das nur schwer in andere Sprachen und Kulturen übersetzt werden kann, aber umso wichtiger und wertvoller wird. Gesellschaften, Arbeitsbedingungen und politische Systeme ändern sich immer schneller, weshalb die Wende von der Input- zur Outcome-Orientierung notwendig ist. E-Learning und Inklusion können hier entscheidende Unterstützung leisten, wie in zahlreichen Beispielen und anderen Bildungssystemen zu sehen ist. Deutschland sollte davon lernen, um die Aufgaben zukünftiger Generationen sowie der Integration zu meistern.“

Prof. Dr. Christian M. Stracke befasst sich international vergleichend mit E-Learning, auch im Bereich schulischer Bildung. Er ist Associate Professor for Open Education and Innovation an der Open University of the Netherlands, Advisory Professor der East China Normal University in Shanghai und Adjunct Professor der Korea National Open University in Seoul. Er ist außerdem Gründer der „International Community for Open Research and Education“ (ICORE) und Vorsitzender der „International Conference on Learning Innovations and Quality“ (LINQ).

„Die Bildungsambitionen von Eltern haben Auswirkungen auf den Bildungsverlauf ihrer Kinder. Die Öffentlichkeit schätzt das Bildungsengagement von Eltern mit Migrationshintergrund selten hoch ein. Im Rahmen eines Forschungsprojekts von Prof. Barz (Uni Düsseldorf) wurden die Bildungseinstellungen von Menschen mit Migrationshintergrund erstmals differenziert milieuspezifisch beleuchtet. Die Studie kann detailliert Auskunft geben über die Unterstützungswünsche und -vorstellungen von Eltern mit Migrationshintergrund in Bezug auf Bildung. Eines der zentralen Ergebnisse ist, dass Eltern mit Migrationshintergrund hohe Bildungsziele für ihre Kinder haben und sie bestmöglich zu unterstützen versuchen. Die Analysen anhand der acht Migranten-Milieus zeigen indessen deutliche Unterschiede in den Bildungsmotiven von Migranten. Diese reichen vom Wunsch nach Zugehörigkeit zur Mitte Deutschlands im Adaptiv-bürgerlichen Milieu, über die Wahrung traditioneller Werte im Religiös-verwurzelten Milieu bis hin zum Streben nach Selbstverwirklichung im Sinne eines humanistischen Bildungsideals im Intellektuell-kosmopolitischen Milieu.“

Prof. Dr. Heiner Barz ist Leiter der Abteilung für Bildungsforschung und Bildungsmanagement am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre sind u. a. Reformpädagogik und Bildungsreform, Migration und Bildung, Bildungsmarketing und Bildungsfinanzierung, kulturelle Bildung. Er ist Präsident des Instituts für Internationale Kommunikation, Düsseldorf und Berlin (IIK e. V.)..

 




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NDRinfo

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