Loccumer Gespräche

im Refektorium des Klosters Loccum.
Abstand vom Alltag - Raum zum Austausch - Impuls zur Orientierung

Loccumer Gespräche 2011 (Foto: Dethard Hilbig)
Loccumer Gespräche 2011 (Foto: Dethard Hilbig)

Die Loccumer Gespräche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers finden seit 2007 in Kooperation mit der Hanns-Lilje-Stiftung, der Evangelischen Akademie Loccum, dem Kloster Loccum und NDR Info statt.

Loccumer Gespräche 2011

Immer tiefer, immer größer, immer teurer – Energiegewinnung um jeden Preis?

Loccumer Gespräche zu Ethik und Verantwortung im Ingenieurberuf

Loccumer Gespräche 2011

Bohrlöcher an den Polen, riesige Windparks im Binnenland und auf hoher See. Ingenieure bauen immer gigantischere Windräder und stoßen immer tiefer ins Erdinnere vor, um den Hunger der Menschheit auf bezahlbare Energie zu befriedigen. Gleichzeitig soll versucht werden, mit unterirdischen Kohlendioxidspeichern den Treibhauseffekt zu bremsen. Gerade niedersächsische Ingenieure und Unternehmen sind weltweit mit führend, wenn es darum geht, neue Techniken zu entwickeln, die Energieversorgung in der Zukunft zu sichern und den Klimawandel abzumildern. Aber reicht technischer Fortschritt aus, die Energieprobleme der Menschheit zu lösen? Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die Proteste gegen Windparks und neue Überlandleitungen oder die Angst vor CO2-Speichern unter der Erde zeigen das Risiko und die Grenzen gesellschaftlicher Akzeptanz von Großprojekten.

Mit ihrer Forschung und Entwicklung erfüllen Ingenieure nicht allein technisch-wirtschaftliche Funktionen. Als Schöpfer risikobehafteter Technik müssen sie sich auch ihrer Treuhänderschaft für Mensch und Umwelt bewusst werden. Welches Berufsethos haben Ingenieure heute? Welche Zukunftsvisionen verfolgen sie? Fühlen sie sich selbst als Handelnde oder eher als Getriebene im Kampf um technische Marktführerschaft, die zudem ökonomischen Zwängen unterliegen? Inwiefern braucht technischer Fortschritt im Energiesektor eine besondere ethische Richtschnur? Wie lassen sich Ökologie, Ökonomie und technischer Fortschritt miteinander in Einklang bringen?

Darüber diskutieren vor geladenen Gästen:
Dr. E. H. Bernhard Fischer, Diplom Ingenieur, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Generation GmbH, Hannover, Dr. Heinrich Herm Stapelberg, Ingenieur und verantwortlicher Manager für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit von ExxonMobil, Central Europe Holding, auf europäischer Ebene, und Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Biologe und Physiker, zur Zeit Ko-Vorsitzender des International Panel for Sustainable Resource Management, UNEP. Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, wird den Impuls geben. Ulrike Heckmann, NDR Info, wird moderieren.

 

NDR Info sendet eine Zusammenfassung der Diskussion im Rahmen der Reihe „Das Forum“ am 30. August 2011 ab 20.30 Uhr.

 

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