Landeswettbewerb Ev. Religion

Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit religiösen Fragen

Der Landeswettbewerb wird in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut Loccum veranstaltet.

Preisverleihung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Hannover
Preisverleihung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Hannover
















Inklusion und Selfies sind die Themen der Sieger

Preisverleihung des Landeswettbewerbs Evangelische Religion

Die Gewinnerinnen des diesjährigen Landeswettbewerbs Evangelische Religion heißen Sophie Krüger, Sonja Meyer, Anna Schomacker, Lydia Engbrecht, Karina Reich und Kerstin Wagenleitner. Der Wettbewerb wurden von der Hanns-Lilje-Stiftung initiiert und durch das Religionspädagogische Institut Loccum ausgeschrieben. Die Verleihung fand am 2. Juni 2016 in der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Hannover, statt.

Sophie Krüger vom Gymnasium Andreanum in Hildesheim gewinnt den 1. Preis in der Kategorie Einzelbeitrag und erhält damit ein Preisgeld in Höhe von 300,- Euro. In ihrer Portfolioarbeit mit dem Titel „Wie normal ist es, verschieden zu sein? Inklusion an einem Evangelischen Gymnasium“ macht sie sich unter der Prämisse von Respekt als evangelischer Verantwortung zunächst auf den Weg, den Gedanken von Inklusion biblisch-theologisch rückzubinden. Dieser kundigen Einordnung folgt ein perspektivenreicher Blick auf das eigene Gymnasium und wie es sich als Evangelische Schule den Herausforderungen der Inklusion stellt.
Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track würdigte in ihrer Laudatio vor allem die Fähigkeit der Verfasserin, theologisch zu argumentieren, das insgesamt hohe Reflexionsniveau, aber auch die Professionalität des von Sophie Krüger selbst (weiter)entwickelten Schullogos.

Der erste Preis in der Kategorie Gruppenbeitrag mit einem Preisgeld von 600,- Euro geht an Sonja Meyer, Anna Schomacker,Lydia Enbrecht, Karina Reich und Kerstin Wagenleiter vom Gymnasium Bad Essen. Ihr Wettbewerbsbeitrag trägt den Titel „But first, let me take a selfie!“ und wendet sich dem Thema „Respekt!“ auf ungewöhnlichem Wege. Kreativ und in sich stimmig als Magazin „von Jugendlichen für Jugendliche“ konzipiert, unterziehen die Verfasserinnen den beliebten Selfie einem kritischen Test.
Schirmherr Prof. Wolfgang Huber fand in seiner Laudatio sehr wertschätzende Worte: „Die Wahl dieses Themas […] hat mich ebenso verblüfft wie überzeugt. Selfies sind geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie wir mit uns und anderen umgehen. Wir alle können uns über diese ebenso unterhaltsame wie tiefgründige Arbeit freuen.“

Der zweite Preis der Einzelbeitäge geht an Hanna Nastke vom Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck, der dritte Preis an Katharina Kuhnert, ebenfalls Schülerin am Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck.
Für die Gruppenbeiträge geht der zweite Preis an eine Schülergruppe vom Jacobson-Gymnasium in Seesen und der dritte Preis an eine Schülergruppe vom Gymnasium am Bötschenberg in Helmstedt. Der vierte Platz in der Kategorie wurde, so die Entscheidung der Jury, zweimal vergeben, sodass sich sowohl Schülerinnen des Gymnasiums Meckelfeld als auch des Gymnasiums Bad Essen über 300,- freuen dürfen.

Die Jury, zu der der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister, Prof. Dr. Julia Helmke aus dem Bundespräsidialamt Berlin, Landessuperintendentin i. R. Oda-Gebbine Holze-Stäblein, Superintendent a.D. Wolfgang Loos , Prof. Dr. Gunter A. Pilz, Beauftragter des DFB für Gesellschaftliche Verantwortung und Holger Edmaier, Gründer der Initiative „ 100% Mensch“ gehörten, entschied sich außerdem für die Vergabe zweier Sonderpreise. Sowohl der Sonderpreis der Gruppenbeiträge als auch der Sonderpreis der Einzelbeiträge geht an das Gymansium Bad Iburg. Am diesjährigen Landeswettbewerb zum Thema „Respekt“ beteiligten sich 361 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 110 Einzel- und Gruppenbeiträgen. Neben den benannten Geldpeisen wurden während der Prämierungsfeier außerdem zahlreiche Beiträge mit insgesamt 101 Buchpreisen geehrt. Die eingereichten Arbeiten spiegeln in vielfältiger Weise die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit tragfähigen Menschenbildern der Gegenwart und grundsätzlichen Wertmaßstäben menschlichen Handelns in Gesellschaft und Kirche wider. Die Schrimherrschaft des Wettbewerbs hat der frühere Ratsvorsitzende der EKD Prof. Dr. Wolfgang Huber inne.

Alle zwei Jahre schreibt das Religionspädagogische Institut Loccum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers einen Landeswettbewerb Evangelische Religion aus. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich in der Einführungsphase zur gymnasialen Oberstufe befinden oder bereits die gymnasiale Oberstufe an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Fachgymnasium besuchen.

Der Wettbewerb wurde von der Hanns-Lilje-Stiftung und der Heinrich-Dammann-Stiftung gefördert.

RESPEKT!

Der Landeswettbewerb Evangelische Religion 2015/2016

 

Der von der Hanns-Lilje-Stiftung initiierte und geförderte Landeswettbewerb Evangelische Religion soll Schülerinnen und Schüler anregen, sich aus religiöser Perspektive mit „Respekt“ auseinanderzusetzen. Organisiert wird der Wettbewerb durch das Religionspädagogische Institut Loccum.

Wettbewerbsplakat des Religionspädagogische Instituts Loccum

Landeswettbewerb Ev. Religion 2015/2016

 

Die Ausschreibung für das Schuljahr 2015/ 2016 steht unter dem Thema „Respekt!“ und richtet sich an Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs sowie der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen und Fachgymnasien. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Wolfgang Huber.

Das Thema „Respekt!“ formuliert sowohl einen Ausruf der Wertschätzung als auch einen Appell, jemandem oder einer Sache Respekt zu zollen. Damit stellt das Wettbewerbsthema die Frage nach tragfähigen Menschenbildern der Gegenwart sowie nach fundamentalen (Wert)Maßstäben menschlichen Handelns und deren religiöser Motivation.

Angesichts konkreter gesellschaftlicher Herausforderungen, sich zu Fragen der Achtung und Wertschätzung des Gegenübers zu positionieren - so nur exemplarisch benannt mit den Aspekten „Flüchtlingsdiskussion“, „Medizinethik“, „Inklusion“ oder „Diskriminierung“ - kann das Wettbewerbsthema nicht nur die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung ihrer eigenen Person und Position innerhalb dieser Diskussionen sensibilisieren, sondern auch gesamtgesellschaftliche Relevanz zeigen.

Angesichts des Reformationsjahres 2017 und damit auch des lutherischen Rechtfertigungsgedankens kann die Auseinandersetzung mit „Respekt!“ u.a. zur Diskussion um die häufig unbewusst und selbstverständlich verwendete Formulierung „sich Respekt verdienen“ führen. Schülerinnen und Schülern wird es durch ihre Wettbewerbsarbeit möglich, die Verknüpfung theologischen Denkens und religiöser Dimensionen mit der eigenen Haltung und Ethik zu erkennen, nachzuvollziehen und langfristig zu gestalten.

Der von der Hanns-Lilje-Stiftung initiierte und geförderte Wettbewerb bietet die Möglichkeit, einer individuellen Fragestellung zum Thema intensiv nachzugehen. Wie in den vorangegangenen Durchgängen besteht die Wettbewerbsleistung darin, eine Fragestellung in selbstständiger Projektarbeit zu erschließen, den eigenen Arbeitsprozess zu reflektieren und abschließend in einem Portfolio zu dokumentieren. .

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