Die Nominierten für den Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung 2015

Nominierungen
in der Kategorie Initiativpreis

(Fotos: privat)
(Fotos: privat)

„boat people projekt“, Göttingen

Das freie Theater inszeniert seit 2009 eigene Theaterproduktionen zu Themen rund um Flucht und Migration, u.a. „KeinSternHotel“ und „Mahala Dreams“. Dabei arbeitet „boat people projekt“ stets mit Flüchtlingen zusammen: Sie wirken an der Entstehung und Aufführung der Stücke direkt mit. Die Aufführungen finden vor allem in Göttingen statt, aber auch in anderen Orten. Hinzu kommen Workshops und Angebote für Schulen und andere Bildungseinrichtungen, z.B. die Ev. Akademie Loccum. Institutionelle Partner sind u.a. das Goethe-Institut, die Universität Göttingen, kirchliche und diakonische Einrichtungen.

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(Bild: www.heimatsucher.de/)

„Heimatsucher e.V.“, Düsseldorf

„Von Heimatsuchern zu Zweitzeugen.“ Unter diesem Motto haben es sich 2011 junge Frauen zur Aufgabe gemacht, auf der Grundlage einer christlich-theologischen Ethik Überlebensberichte von Zeitzeugen weiterzuführen, indem sie „Zweitzeugen“ gewinnen. Ausgangspunkt war ein Fotografieprojekt. Nun arbeiten rund zehn Designerinnen, Pädagoginnen, Medien- und Kulturwissenschaftlerinnen, Theologinnen und eine Architektin zusammen. Mit Hilfe einer Ausstellung mit Porträts von jüdischen Überlebenden haben sie Schüler/innen motiviert, bereits mehr als 600 Briefe an Überlebende zu schicken, mit ihnen in Kontakt zu treten und fortan eigene Projekte zu entwickeln – und selbst zu „Zweitzeugen“ zu werden. Kooperationspartner sind Schulen und u.a. die Uni Osnabrück.

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(Fotos: Andrea Bieler, Ralf Bieler, privat)
(Fotos: Andrea Bieler, Ralf Bieler, privat)

„Remembering Violence. Risky Pedagogies and Contested Aesthetics“, eine Videoproduktion von Prof. Dr. Andrea Bieler, Wuppertal, und Ralf Bieler, Alfeld

Der Film, produziert für die Konferenz „Religious Education in the (Un)Making of Violence“, Chicago 2014, widmet sich der Frage nach einem ästhetischen und pädagogischen Umgang mit kollektiver Gewaltgeschichte. Er bietet sowohl den akademischen Diskurs durch die Theologieprofessorin Andrea Bieler als auch die inszenierte Umsetzung durch den Filmemacher Ralf Bieler in Verbindung mit Live-Aufnahmen verschiedenerer Erinnerungsorte in Berlin, zusammen mit Choreografien des Tänzers Angel Mendez-Montoyo und des Musikers Achim Kück. Das Video wurde in Chicago und in Bildungseinrichtungen in Deutschland gezeigt.

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(Foto: www.itk.uni-rostock.de)
(Foto: www.itk.uni-rostock.de)

„Sacra“, „Credo“, „In Principio“, Institut für Text und Kultur der Universität Rostock

Das Institut für Text und Kultur der Universität Rostock wird ehrenamtlich verantwortet durch die Mitglieder der Theologischen Fakultät. Mit verschiedenen Großprojekten haben sie in Rostock u.a. mit Museen, Chören und Kirchen kooperiert, um durch Ausstellungen, Lesungen, Konzerte etc. christliche und interreligiöse Themen in die gesellschaftliche Öffentlichkeit zu bringen. Damit vollzieht das Institut einen Dialog von Theologie mit Kultur, macht sich performativ kenntlich und regt öffentliche Debatten an.

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