Hanns-Lilje-Stiftung Rosette

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Förderschwerpunkte

  

Ein besonderes Augenmerk gilt der Förderung des protestantischen Nachwuchses. Hier: Ausstellungsprojekt "Leben!Und wie!?"                    mehr ->

 
 
Die Hanns-Lilje-Stiftung unterstützt in evangelischer Verantwortung den Dialog von Kirche und Theologie mit allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dazu entwickelt sie im Zusammenwirken von Geschäftsstelle und Kuratorium eigene Schwerpunkte und Initiativen. Anträge werden in aller Regel nur entgegengenommen, soweit sie sich den Schwerpunkten der Stiftung zuordnen lassen, eine überregionale Wirkung intendieren und einen Bezug zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche haben. Die Schwerpunkte lauten:

1.         Die Zukunft von Politik und Gesellschaft
2.         Wissenschaft, Technik und Wirtschaft für das Leben
3.         Die bildende Kraft von Kunst und Kultur
4.         Offen für Neues

Die Schwerpunkte der Stiftung sollen den jeweiligen Dialogpartnern Möglichkeiten eröffnen und sie dazu anregen, im Rahmen ihrer Vorhaben Erfahrungen, Einsichten und Erkenntnisse zu gewinnen, die fruchtbare Wirkung auf die eigenen Lebens- und Arbeitszusammenhänge entfalten. Zukunftsorientierte Themen, Fragen und Lösungsansätze finden besonderes Interesse, indem die Vorhaben beispielsweise Wahrnehmungen schärfen, Sichtweisen und Einschätzungen auf den Prüfstand stellen oder neue Handlungsoptionen ins Blickfeld rücken. Darüber hinaus möchte die Stiftung mit den von ihr geförderten wie auch mit ihren eigenen Projekten öffentliche Debatten anstoßen und Einfluss auf Entwicklungen in Politik, Kultur und Gesellschaft nehmen.

 

Die  Schwerpunkte bezeichnen Felder, auf denen der Beitrag von Kirche und Theologie als Partner des Dialogs in besonderem Maße gefordert und dringlich erscheint. Dabei sind diese Bereiche nicht voneinander isoliert zu sehen. Vielmehr überschneiden sie sich in vielfältiger Weise und sind insofern eher als Betrachtungs-, Analyse- und Handlungsrahmen zu verstehen, innerhalb derer auch durchaus verwandte oder sogar identische Gegenstände und Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert werden (können). Die im Folgenden darunter stichwortartig aufgeführten Themen sind ihrerseits nicht exklusiv, sondern beispielhaft gemeint – auch als Anregung zum eigenen Weiterdenken.

 

1.         Die Zukunft von Politik und Gesellschaft

            °          Religion und Menschenrechte

            °          Folter und Menschenwürde

            °          Freiheit und Sicherheit

            °          Alter und Pflege

            °          Generationen in Kooperation und Konflikt

            °          Vielfalt und Zusammenhalt

            °          Kommerz und Ehrenamt

            °          …

 

2.         Wissenschaft, Technik und Wirtschaft für das Leben

            °          Wissen und (Un-)Sicherheit

            °          Nachhaltigkeit und Profit

            °          Technologie und Verantwortung

            °          Lebensqualität und Selbstbestimmung

            °          Gesundheit und Krankheit

            °          Klima und Umwelt

            °          Grundbedürfnisse im Wandel

            °          …

 

3.         Die bildende Kraft von Kunst und Kultur

            °          Kunst und Glaube

            °          Kirchen und andere Orte als Kunsträume

            °          Töne und Klänge in Kirchen

            °          Pluralität und (christlicher) Glaube

            °          Interkulturelle Begegnungen

            °          Schule und Religion

            °          Tabu und Empörung

            °          …

 

4.         Offen für Neues

Schwerpunktsetzung kann und darf nicht dogmatisch-starre Beschränkung der Förderung auf die genannten Themenfelder heißen. Wer sich wie die Hanns-Lilje-Stiftung als zukunftsgewandte und lernfähige Institution begreift, muss offen bleiben für neue Entwicklungen und das, woran man bislang noch nicht gedacht hat. So bedarf es im Förderangebot eines Raumes, der zu Fantasie und Kreativität, zum Außergewöhnlichen, zum Querdenken und Querhandeln einlädt. „Offen für Neues“ soll diese Möglichkeit eröffnen – allerdings nicht für alles und jedes, sondern als Ort mit hohen Anforderungen an Originalität und Überzeugungskraft.

 

Prof. Dr. Gerhard Roth bei der Hauptpodienreihe 'Menschenbild im Christentum' beim Deutschen Evangelischen Kirchentag am 23. Mai 2009 in Bremen
Prof. Dr. Gerhard Roth, Neurobiologe, bei der Hauptpodienreihe 'Menschenbild im Christentum' beim Deutschen Evangelischen Kirchentag am 23. Mai 2009 in Bremen.

Hanns-Lilje-Stiftung:

01.02 2012

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