Hanns-Lilje-Stiftung Rosette

Suche     

 
 

Film ab im Kloster

 

160 Jugendliche unterschiedlicher Religionszugehörigkeit drehen Filme über ihren Glauben (25.-29. Oktober 2010 im Kloster Mariensee)

    

Film ab im Kloster Mariensee/ Jugendliche unterschiedlicher Religionszugehörigkeit drehen Filme über ihren Glauben



„Achtung, Kamera läuft“, ruft Sara. Das ist das Signal für Johanna, Carmen und Lena. Sie kichern und beginnen über die Führung ihres Religionslehrers durchs Kloster Mariensee zu lästern. So beginnt die erste Szene im Film der vier Schülerinnen des Hölty-Gymnasiums aus Wunstorf. In ihrem Video geht es um vier Freundinnen, die sich über den Glauben anderer lustig machen. „Religion und Glaube finden die total uncool“, erklärt Drehbuchschreiberin Sara. Erst als eine der drei einen schweren Reitunfall hat, kommen sie ins Nachdenken, über Krankheit, Tod und ihren Glauben, erzählt die 15-jährige Sara.

Die jungen Filmemacherinnen gehören zu mehr als 160 Schülerinnen und Schülern, die am Kurzfilm-wettbewerb „Woran glauben wir?“ der Klosterkammer Hannover und der Hanns-Lilje-Stiftung teilneh-men. Zum Auftakt finden im Kloster Mariensee Filmworkshops statt. Das Medienzentrum der Region Hannover (MZRH) ist Kooperationspartner und unterstützt die Jugendlichen mit Technik und Wissen. Medienpädagogen zeigen ihnen, wie man tolle Bilder dreht und später am digitalen Schnittplatz zu ei-nem Kurzfilm zusammenfügt. „Die Schülerinnen und Schüler können zeigen, woran sie glauben und welche Rolle die Religion in ihrem Leben spielt“, sagt Anna Mohr von der Klosterkammer Hannover. Bereits in den vergangenen Jahren hatten Filmworkshops von der Klosterkammer Hannover und der Hanns-Lilje-Stiftung viele Schulklassen ins Kloster gelockt. „Ihre Gedanken in bewegten Bildern auszu-drücken, ist für Jugendliche besonders interessant und sie sind dabei sehr kreativ“, freut sich Anna Mohr. Das sonst so stille Kloster Mariensee ist während der Filmworkshops angefüllt mit lauter Betrieb-samkeit. Gedreht wird nicht nur in der Klosterkirche, Kreuzgang oder im Kräutergarten sondern auch in der Abtei und in Schlafräumen, in denen sonst Pilgergruppen übernachten. „Ich bin gespannt, welche Bilder sie am Ende für ihren eigenen Glauben finden werden“, sagt Dr. Christoph Dahling-Sander, Se-kretär der kirchlichen Hanns-Lilje-Stiftung und Mitveranstalter. „Schon vielen Erwachsenen fällt es schwer, über ihren eigenen Glauben zu sprechen.“ Besonders reizvoll findet er, dass in vielen Schul-klassen neben Protestanten und Katholiken auch viele Muslime und konfessionslose Jugendliche ver-treten sind und so sicherlich viel Gesprächsstoff in den Filmteams entstehen wird. „In der besonderen Atmosphäre des Klosters Mariensee bieten wir ihnen die Möglichkeit einmal abseits von ihrem norma-len Schulalltag, neu über das nachzudenken, was ihnen tatsächlich wichtig ist im Leben“, so Dr. Dah-ling-Sander von der Hanns-Lilje-Stiftung.

Der Kurzfilmwettbewerb „Woran glauben wir?“ findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 500. Geburtstag der Reformationsfürstin Elisabeth von Calenberg statt. Noch bis Ende November haben Johanna, Sara, Lena und die anderen Schülerinnen und Schüler aus 9. und 10. Klassen aus der Regi-on Hannover und darüber hinaus Zeit, ihre Vorstellungen über ihren Glauben zu visualisieren. Am 30. November müssen die fertigen Kurzfilme eingereicht werden. Die besten Filme werden am 14. Dezember 2010 in der Jugendkirche Hannover von einer Jury prämiert. Der Regionalsender h 1 überträgt die Filmgala anschließend im Fernsehen.

Mehr Informationen zum Projekt: www.woran-glauben-wir.de

Die Filmworkshops finden noch in der Zeit vom 25.-29. Oktober im Kloster Mariensee statt. Wenn Sie über die Filmworkshops berichten wollen, setzen Sie sich bitte mit Anna Mohr von der Klosterkammer Hannover in Verbindung (0171) 5262822.


Die Veranstalter

Die Klosterkammer Hannover ist sowohl niedersächsische Landesbehörde als auch Stiftungsorgan, sie verwaltet vier aus der Reformation hervorgegangene öffentlich-rechtliche Stiftungen und erfüllt ge-genüber Kirchengemeinden und Klöstern hohe Leistungsverpflichtungen. Aus Wirtschaftsüberschüs-sen fördert sie kirchliche, soziale und bildungsbezogene Projekte, darüber hinaus betreut sie über 800 denkmalgeschützte Gebäude und 10.000 Kunstobjekte.

Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert in evangelischer Verantwortung den beständigen Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik. Mit einem Stiftungsvermögen von knapp 14 Millionen Euro gehört die Hanns-Lilje-Stiftung zu den fünf Prozent der größten Stiftungen in Deutschland. In den vergangenen 20 Jahren konnten so mehr als 1.200 Projekte gefördert werden.

Kooperationspartner:
Das Medienzentrum der Region Hannover (MZRH) unterstützt das Lernen mit und über Medien durch pädagogische sowie technische Beratung, leistet Projektarbeit mit eigenen und kooperativen Ansätzen und bietet Fortbildungen für Schulen, Kindertagesstätten bzw. Jugend- und Erwachsenenbildung an.

Weitere Unterstützer und Medienpartner des Kurzfilmwettbewerbs:

  Medienzentrum der Region Hannover
  Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen, Hörfunk
  Der Regionalsender, Fernsehen
  Religionspädagogisches Institut Loccum
  Verein für Medien und Kulturpädagogik